Der iranische Ringer Navid Afkari soll nach der Teilnahme an einer friedlichen Demonstration in seinem Heimatland hingerichtet werden. Er wird von der iranischen Justiz beschuldigt, während der Demonstration in der südiranischen Stadt Schiras im Jahr 2018 einen Sicherheitsbeamten getötet zu haben und wurde in Folge eines vermeintlichen Geständnisses zum Tode verurteilt. Der Sportler und seine Familie behaupten, das Urteil sei durch Folter erzwungen worden. Zahlreiche Menschenrechtsorganisationen vermuten dies ebenfalls.

Britta Dassler, sportpolitische Sprecherin und Obfrau der FDP-Bundestagsfraktion, sagt dazu:

„Navid Afkari hat von seinem Menschenrecht der Versammlungsfreiheit Gebrauch gemacht und soll nun dafür bestraft werden.
Ohne ein faires Verfahren wurde er von der iranischen Justiz zum Tode verurteilt.“

Laut Meldungen der Vereinten Nationen und mehrerer Menschenrechtsorganisationen, ist es nicht das erste Mal, dass im Iran Inhaftierte unter Folter zu Geständnissen gezwungen wurden.

Britta Dassler weiter:

„Das Recht auf freie Meinungsäußerung, die Versammlungsfreiheit und das Recht auf ein faires Gerichtsverfahren sind universelle Menschenrechte und nicht verhandelbar! Weltweit haben Sportler auf die Situation Afkaris aufmerksam gemacht.
Ich fordere die Bundesregierung sowie den IOC und seinen Präsidenten Thomas Bach öffentlich auf, ebenfalls ihre Stimme zu erheben und sich für Navid Afkari einzusetzen. Die Weltgemeinschaft und insbesondere die Sportverbände dürfen jetzt unter keinen Umständen wegsehen.
Ich bin dafür, die Todesstrafe in diesem Fall auszusetzen. Außerdem ist die Todesstrafe kein legitimes Strafmittel!“