Die Bundesregierung will durch eine Reformierung des 2015 in Kraft getretenen Anti-Doping-Gesetzes die Anzahl der Staatsanwaltschaften mit Schwerpunkten auf Doping-Delikten erhöhen und gleichzeitig eine Kronzeugenregelung für Hinweisgeber, sogenannte Whistleblower, einführen.

Britta Dassler, Sportpolitische Sprecherin und Obfrau der FDP-Bundestagsfraktion, dazu:

„Ich begrüße die Entscheidung der Bundesregierung, eine Kronzeugenregelung im Kampf gegen Doping einzuführen. Durch profilneurotische Funktionäre, erfolgsabhängige Sportler- und Trainerdotierungen oder auch an Medaillen bemessene Förderung durch den Staat werden Athleten und Trainer im Falle des Misserfolgs für Doping empfänglich.
Die Kronzeugenregelung schafft Anreize für Athleten, kriminelle Netzwerke im Hintergrund aufzudecken. Damit können künftig Fälle wie der Blutdopingskandal im Keim erstickt und dadurch die Gesundheit der Athleten geschützt werden. Der DOSB hat nach eigenen Angaben schon 2015 auf das Fehlen einer Kronzeugenregelung hingewiesen und sieht sich durch Vorgänge rund um den Blutdopingskandal in seiner damaligen Positionierung bestätigt.

Britta Dassler weiter:

„Ich mahne aber auch, dass wir nach wie vor auch das erweiterte Umfeld der Athleten im Blick behalten müssen: neben Trainern und Funktionären also auch Masseure, Ärzte und die Familien. Hier gilt es ebenfalls, weiter präventiv zu arbeiten. Das gilt in gleicher Weise auch für die Aufklärungskultur in Verbänden und Vereinen.“