Ehrenamtskongress in Berlin

Berlin – die Herzogenauracher Bundestagsabgeordnete Britta Dassler (FDP) lud vergangenen Montag zum Ehrenamtskongress im Deutschen Bundestag. Dort diskutierte Dassler unter anderem mit Vertretern des THW, der Deutschen Sportjugend, Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland und dem Deutschen Frauenrat, wie das Ehrenamt gestärkt werden kann.

Derzeit ist jeder fünfte Deutsche und jeder vierte Berufstätige ehrenamtlich engagiert. Insgesamt summiert sich das Engagement der rund 16 Millionen Ehrenamtlichen auf 4,6 Mrd. Stunden ehrenamtliche Tätigkeit im Jahr 2017 – eine Verdopplung seit 1997.

Einer Umfrage der Stiftung „Aktive Bürgerschaft“ zufolge wird 53% der Zeit für Bürokratie benötigt. „Die rechtlichen Rahmenbedingungen sollen zum Ehrenamt motivieren und nicht demotivieren“, kritisierte Dassler und forderte, dass das Engagement der Bürgerinnen und Bürger endlich gebührend anerkannt wird. Zwar sei Bürokratiereduktion schwierig, könne jedoch durch Standardisierung mit Mustervorlagen und der Nutzung der digitalen Möglichkeiten deutlich verbessert werden. Weiterhin müsse beispielsweise das Haftungsrisiko für ehrenamtliche Vereinsvorstände durch eine Anpassung von § 69 AO minimiert werden und bessere Versicherungslösungen gefunden werden.

Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs war die Frage wie man die Digitalisierung des Bürgerschaftlichen Engagements vorantreiben und befördern kann, aber nicht nur Portale für Engagementvermittlung, sondern auch wie alte tradierte Vereine sich neu aufstellen können.

Zuletzt hatte MdB Dassler bereits eine Anpassung der Ehrenamts- und Übungsleiterpauschalen gefordert, um das Ehrenamt zu entlasten. Die Freien Demokraten wollen sich intensiv mit dem Thema in den kommenden Monaten beschäftigen.