Dassler kritisiert Sportminister Seehofer

Berlin – die heimische Bundestagsabgeordnete Britta Dassler (FDP) kritisierte Sportminister Seehofer im Plenum des Deutschen Bundestages, dass die Bundesregierung die Ehrenamts- und die Übungsleiterpauschale immer noch nicht erhöht hat. Der Bundesrat hatte bereits im September 2018 beschlossen, die Ehrenamtspauschale von 720 Euro auf 840 Euro anzuheben und die Übungsleiterpauschale von 2400 Euro auf 3000 Euro zu erhöhen. „Sportlicher Erfolg hat einen Wegbereiter – das Ehrenamt. In Zeiten, in denen wir uns alle einig sind, dass wir den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft stärken müssen, kommt Sportvereinen eine Schlüsselrolle zu. Warum geht die Bundesregierung dann nicht mit gutem Beispiel voran und sorgt für eine finanzielle Entlastung im Ehrenamt?“, kritisierte Dassler und stellte weiter fest: „Freiwillig engagierte Menschen sind der Kitt unserer Gesellschaft. Lassen wir diese Menschen doch nicht im Stich – ihre Arbeit ist heute wichtiger als je zuvor!“

Britta Dassler konstatierte, dass es in Zukunft viele Sportvereine nicht mehr geben werde, wenn die Bundesregierung nicht für nötige Infrastruktur sorge. Es bestünden seit Jahren erhebliche Finanzierungslücken bei vereinseigenen Sportanlagen. Deutschland als Sportnation könne sportliche Höchstleistungen nur mit moderner Ausstattung und zeitgemäßer Infrastruktur realisieren.

Weiterhin hob die FDP-Abgeordnete die gesellschaftliche und integrative Bedeutung des Sports für Deutschland hervor. Ihr sei es deshalb wichtig, dass der Bundeshaushalt auf Drängen der FDP nun knapp 35 Millionen Euro bereitstelle, um Berlin bei der Austragung der Special Olympics 2023 – dem weltweit größten Sportereignis für geistig behinderte Menschen – zu unterstützen. Zuletzt forderte Dassler eine schlagkräftigere Doping-Bekämpfung. Diese müsse mit moderner, innovativer Technik und mehr Forschungsmitteln ausgestattet werden, um Betrügern konsequent das Handwerk legen zu können.