Herzogenaurach – Energie muss verlässlich fließen, bezahlbar sein und nachhaltig produziert werden. Diese Feststellung traf die heimische Bundestagsabgeordnete Britta Dassler (FDP) bei ihrer Vortragsreihe „Liberale Gespräche“.

Als Gast konnte sie diesmal ihren Kollegen Prof. Dr.-Ing. Martin Neumann MdB, Energiepolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag, begrüßen. Neumann setzt sich für eine technikoffene Energieversorgung ein, die die technischen Möglichkeiten in den Fokus stellt. „Ich bin davon überzeugt, dass eine langfristig bezahlbare Energieversorgung eines Systemwechsels bedarf, weg vom EEG-Gesetz hin zu einer marktwirtschaftlichen Lösung, bei der sinkende Strompreise auch bei Privathaushalten und Unternehmen ankommen“, so Neumann.

„Wir müssen die Menschen mit ihren individuellen Möglichkeiten und Chancen mehr mit einbeziehen“, ist Neumann überzeugt. Wie diese aussehen kann ein Qualitätsmanagementsystem für Energie- und Klimaschutzpolitik aufzeigen, wie es in Herzogenaurach angewendet wird. Dazu informierten sich die FDP-Abgeordneten bei Bürgermeister German Hacker.

Zuvor besuchten die Abgeordneten den Energie Campus in Nürnberg, einem Energieforschungszentrum, das unter anderem durch die FAU unterstützt wird. Dort debattieren die FDP-Politiker mit den Professoren über die Zukunft der Energieversorgung. So war die einhellige Meinung, dass Elektromobilität alleine nicht die Zukunft sei. Für große und schwere Fahrzeuge, wie LKW oder Transportschiffe, sei elektrischer Antrieb nicht sinnvoll, sodass es verschiedene Ansätze geben müsse. „Ich bin stolz, dass mein Wahlkreis hier vorangeht“, erklärte Dassler. So war beispielsweise eine Speichertechnologie für Wasserstoff mittels einer Trägerflüssigkeit (LOHC), die von einem Erlanger Unternehmen entwickelt wurde, für den Deutschen Zukunftspreis nominiert.