Eine öffentliche Anhörung zum Thema „Rechtsextremismus im Fußball“ stand auf der Tagesordnung der 44. Sitzung des Sportausschusses im Deutschen Bundestag. Zu dieser waren Sachverständige vom Deutschen Fußball-Bund, der Zentralen Informationsstelle Sporteinsätze sowie dem Bundesamt für Verfassungsschutz, der Koordinationsstelle Fanprojekt bei der dsj, des Weiteren von der Kompetenzgruppe Fankulturen und Sport bezogene Soziale Arbeit, dem Fan-Projekt Dortmund und der SG Dynamo Dresden geladen. 

Britta Dassler, sportpolitische Sprecherin und Obfrau der FDP-Bundestagsfraktion, spricht im Nachgang der Sitzung dazu:

„Mit Verwunderung habe ich zur Kenntnis genommen, dass beim DFB keine eigene Strategie erkennbar wurde, nachhaltig das Thema Rechtsextremismus im Fußball zu bekämpfen.

Wir brauchen zwingend einen wirksamen Impuls, damit der Fußball, seine Vereine und die Zuschauerbereiche in den Stadien nicht von rechtem Gedankengut unterwandert werden.

Dies schließt einen Dialog mit Fans, Fanprojekten und Vereinen ein. Ziel muss es sein, dass der Fußball wieder in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gerückt wird und nicht Schlagworte wie Homophobie, Menschenfeindlichkeit, Pyrotechnik, Hassplakate und Rechtsextremismus am Ende eines Spieltagswochenendes in den Köpfen hängen bleiben.

Die Vereine von Bundesliga bis Kreisklasse sind teilweise überfordert und der DFB leistet nicht die notwendige Unterstützung, um der großen Herausforderung angemessen zu begegnen.“