Dazu erklärt die sportpolitische Sprecherin der FDP- Bundestagsfraktion, Britta Dassler MdB:

„Es ist beschämend, wie wenig die Bundesregierung gegen die Diskriminierung von Homo-, Bi- und Transsexuellen im Sport unternimmt. Gerade im Sport können Vorurteile abgebaut werden. Der Sport, ob im Verein oder auf dem Bolzplatz, ist einer der wichtigsten gesellschaftlichen Plattformen für die Integration und die Inklusion unterschiedlichster Menschen. Er muss allen gesellschaftlichen Gruppen offen stehen. Die Bundesregierung behauptet zwar, Homo-, Bi- und Transphobie im Sport zu bekämpfen, sie ergreift jedoch keine politischen Maßnahmen um Diskriminierung entgegenzutreten. Hier werden eindeutig Chancen verpasst, Grenzen zwischen Menschen abzubauen. Die Bundesregierung beruft sich auf zu wenig Datenmaterial in der Frage und will die Situation vorerst ‚aufmerksam beobachten‘. Diskriminierung muss nicht beobachtet werden, sondern konsequent eingedämmt werden!“

Jens Brandenburg, Sprecher für LSBTI der FDP-Bundestagsfraktion, erklärt dazu:

„Homo- und Transphobie sind im Sport leider keine Seltenheit. Abfällige Sprüche, Ausgrenzung und teils körperliche Übergriffe sind traurige Realität. Junge Nachwuchssportler können sich im eigenen Coming Out an nur wenigen geouteten Spitzensportlern orientieren. Die Umkleide darf kein Angstraum sein. Vereine und Trainer brauchen mehr Unterstützung im sensiblen Umgang mit geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Die Bundesregierung hat den Handlungsbedarf offenbar nicht erkannt. Sie versteckt sich hinter Prüfaufträgen. Eine Förderung der Teilnahme deutscher Sportlerinnen und Sportler an den internationalen Gay Games wäre ein starkes Signal zur Anerkennung sexueller und geschlechtlicher Vielfalt.“