Die Kommission „Prävention & Sicherheit & Fußballkultur“ des DFB hat einem Antrag des Hamburger SV stattgegeben. Vor dem Heimspiel am 08. Februar 2020 darf der Tabellenzweite der 2. Bundesliga vor Beginn der Begegnung gegen den Karlsruher SC zehn Rauchtöpfe abbrennen. Dieses soll außerhalb der Zuschauerbereiche im Volksparkstadion unter Aufsicht einer Fachfirma geschehen. Erst vor zwei Wochen verhängte der DFB Rekordstrafen gegen Hertha BSC und den 1. FC Union Berlin. Die beiden Hauptstadtklubs wurden vom DFB-Sportgericht nach den Pyro-Exzessen im Derby am 02. November 2019 zu insgesamt 348.000 Euro verurteilt.  Hertha BSC akzeptierte die Strafe sofort, währenddessen der 1. FC Union Berlin das Urteil erst einmal in Ruhe prüfen wolle.

Britta Dassler, sportpolitische Sprecherin und Obfrau der FDP-Bundestagsfraktion, meint dazu:

„Mit Verwunderung habe ich zur Kenntnis genommen, dass der Deutsche Fußball-Bund dem Hamburger SV am kommenden Wochenende erlaubt, zehn Rauchtöpfe kontrolliert abzubrennen. Pyrotechnik hat im Stadion nichts zu suchen – weder vor dem Anpfiff, noch während der Begegnung. Es ist eine Gefahr für Leib und Leben: Fans können ihre Mannschaft auch anders unterstützen. Es steht in keinem Verhältnis zur Sicherheit der Stadionbesucher, so etwas zu legalisieren. Noch vor ein paar Tagen werden Rekordstrafen verhängt und nun wird Pyrotechnik legalisiert? Mir ist unklar, welche Strategie der DFB bei der Pyrotechnik verfolgt und nach welchen Grundsätzen Urteile gefällt werden. Aus einem kontrollierten Abbrennen kann sich schnell eine unkontrollierbare Situation auf den Zuschauerrängen entwickeln.“