Die WADA hat keine gesetzliche Grundlage, im Sommer 2020 auslaufende Dopingsperren zu verlängern. Unter diesen Umständen ist damit zu rechnen, dass zu den Olympischen Spielen 2021 in Tokio Sportler an den Start gehen, welche in diesem Jahr aufgrund positiver Dopingtests von der Olympiade ausgeschlossen gewesen wären.

Britta Dassler, sportpolitische Sprecherin und Obfrau der FDP-Bundestagsfraktion, dazu:

„Die Verschiebung der Olympischen Spiele um ein Jahr ist kein Freifahrtschein für Dopingsünder. Ich bin klar dafür, auslaufende Dopingsperren zu den Olympischen Spielen 2021 aufrechtzuerhalten. Die WADA um Witold Banka sollte sich dazu in Abstimmung mit den Nationalen Dopingagenturen beim CAS für die Anpassung und Wiederaufnahme der „Osaka-Regelung“ starkmachen, um die „sauberen“ Olympioniken zu stärken und deren Vorbildwirkung hervorzuheben.

Die Teilnahme trotz eigentlicher Dopingsperre darf keine Belohnung und damit Legitimation des Dopings sein – das wäre heuchlerisch!“