Eine Kleine Anfrage zu den zuletzt öffentlich gewordenen Vorkommnissen am OSP Chemnitz, Bundesstützpunkt Turnen, hatte in den vergangenen Wochen die Abgeordnete Britta Dassler verfasst.

Die sportpolitische Obfrau und Sprecherin der FDPBundestagsfraktion, äußert sich zu den Antworten der Bundesregierung vom 02.03.2021:

„Es reicht nicht mehr, nur von der Autonomie des Sports zu sprechen.

Die letzten gravierenden Vorkommnisse – angefangen von kleinen Verfehlungen bis hin zu sexueller Gewalt – durch Trainer und Trainerinnen, die in irgendeiner Weise einen Bezug zu den Bundessportfachverbänden und damit auch indirekt zur Bundesregierung haben, sind nicht einfach so durch lose Floskeln hinnehmbar.

Die Bundesregierung muss endlich erkennen, dass es im bundesdeutschen Sport vermehrt zu Missbrauchsfällen an Athleten kommt.

Aber das macht sie nicht – sie sieht weg und ist sich keiner Verantwortung bewusst und da will ich gar nicht wissen, wie hoch die Dunkelziffer ist.

Wir brauchen ein unabhängiges Beratungszentrum für Opfer, dass ihnen zuhört, Schutz bietet und sich für rundum sichere Trainings- und Betreuungsbedingungen im Sport einsetzt, in ähnlicher Weise, wie es Athleten Deutschland vorgeschlagen hat.“