Der Bayerische Schwimmverband hat entschieden, den Landesstützpunkt Schwimmen von Erlangen nach Nürnberg zu verlegen. In einem offenen Brief wandten sich nun die betroffenen Schwimmer vom Erlanger Turnerbund mit Kritik und Unverständnis an den Bayerischen Schwimmverband.

Britta Dassler, sportpolitische Sprecherin und Obfrau der FDP-Bundestagsfraktion, dazu: „Der Bayerische Schwimmverband handelt gegen die eigenen Sportler. Die Interessen der Athleten selbst wurden bei der Entscheidung am wenigsten berücksichtigt. Damit werden junge Spitzenathleten ohne erkennbaren Grund in ihrer sportlichen Entwicklung ausgebremst. Das ist sehr bedauerlich.“

Der Erlanger Schwimmsport ist seit Jahrzehnten in der Erlanger Gesellschaft fest verankert und wird von der Stadt sowie Sponsoren aus der Region unterstützt. Kaum ein anderer Ort in Bayern ist so eng mit Spitzenleistungen im Schwimmsport verknüpft wie Erlangen.

Britta Dassler, Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Erlangen, fügt an: „Erlangen verliert damit nicht nur ein sportliches Aushängeschild. Ohne klare und sachorientierte Argumente zu nennen, erscheint die Entscheidung des Bayerischen Schwimmverbandes zudem äußerst fragwürdig. Denn statt damit die sportliche Leistung zu fördern, wird sie zukünftig für die Betroffenen erheblich erschwert.“

Britta Dassler resümiert: „Ich hoffe, die Entscheidungsträger überdenken ihren Entschluss. Statt verbandsinterner Machtdemonstration sollten vielmehr die Interessen der Sportler im Mittelpunkt stehen.“