Die FDP-Bundestagsabgeordneten Peter Heidt, Obmann im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages und Britta Dassler, Obfrau im Sportausschuss des Deutschen Bundestages, begrüßen die Forderung des Bundesaußenministers Heiko Maas, dem von Präsident Alexander Lukaschenko autoritär regierten Land die Eishockey-Weltmeisterschaft zu entziehen. Noch Anfang November 2020 hatte die Bundesregierung in ihrer Antwort auf die schriftliche Frage des Bundestagsabgeordneten Peter Heidt, Obmann im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages, wie sie vor dem Hintergrund der anhaltenden Proteste und systematischen Missachtung der Menschenrechte die Entscheidung des Internationalen Eishockey Weltverbandes, an Belarus als einem der Austragungsorte festzuhalten, bewertet, auf die Autonomie des Sports verwiesen. „Sport ist unabhängig, aber keineswegs unpolitisch“, meint Britta Dassler. „Deshalb und auch vor dem Hintergrund der vielen Gelder, mit denen der Bund die Sportverbände unterstützt, war diese Antwort doch recht unbefriedigend ist.“

Möglicherweise steht die Forderung von Herrn Maas im Zusammenhang damit, dass kurz vor Weihnachten ein Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses, Mr. William R. Keating, den Präsidenten der Internationalen Eishockeyföderation im Namen von Abgeordneten aus verschiedenen Staaten aufgefordert hat, die Vergabe der Eishockey-WM an Belarus zu überdenken und einen anderen Austragungsort zu suchen. Eine Initiative, die Herr Heidt und Frau Dassler sehr begrüßt haben. „Bereits seit Monaten zeichnet sich ab, dass Alexander Lukaschenko die Bühne dieses Großereignisses nutzen will, um sich nach der gestohlenen Wahl Legitimität als Präsident zu verleihen und den Anschein von Normalität zu vermitteln. Für diese Inszenierung möchten und sollten wir ihm keinen Rahmen bieten. Denn den Preis dafür werden die Menschen in Belarus zahlen müssen, deren Proteste und Forderungen nach freien und fairen Neuwahlen Lukaschenko weiterhin brutal unterdrücken wird. Auch ist es vor dem Hintergrund der anhaltenden Proteste und unter den aktuellen Bedingungen kaum vorstellbar, dass die Sicherheit aller Teilnehmer und aller Besucher im Zuge der Weltmeisterschaft gewährleistet werden kann.“